Thailand kulinarisch
Das Essen in Thailand ist so vielfältig, wie das Land vielfältig ist und man könnte damit schon fast eine eigene Homepage füllen. Deshalb will ich es mal nur bei einem kleinen Ausflug belassen und ein paar Kuriositäten abklopfen.

Grundsätzlich lässt sich die Küche Thailands in Touri-Thai und Thai-Thai differenzieren. Touri-Thai ist dabei schon ganz schön abwechslungsreich und an das europäische Gemüt etwas angepasst, einmal, was die Schärfe und einmal, was, ich sag mal, die optische Geschmeidigkeit angeht.

Ganz beliebt in der Touri-Thai Top Five: Masaman Curry, Penang Curry, grünes Curry, rotes Curry, Pad Thai Nudeln, wahlweise mit Huhn, Rind, Schwein, Tofu oder nur Gemüse. Bei uns war es dann zumeist die Tofuvariante. Erfrischend lecker mit Aromen von Chili, Zitronengras, Galgant, Kaffir Blättern, Ingwer, Kokosnuss, Thaibasilikum und anderen Gewürzen. Ebenso beliebt, ein wirklicher Klassiker und schon fast Nationalgericht: Tom Yum Suppe oder mit Kokosmilch Tom Kah Suppe. Unseres Erachtens eine wahre Wissenschaft. Mittlerweile würden wir uns als promovierte Tom Yum Suppen Sommeliers bezeichnen. Der zweite Michelin Stern für die bisher beste Tom Yum Suppe….. der geht allerdings an Malaysia…Garküche in Kapit. Sorry Thailand.

Nun zum zweiten Thema. Thai-Thai. Als Vegetarier ganz schwierig, da sehr fleischlastig. Da köcheln undefinierbare Brühen mit Innereien und herausragenden Schweine- oder Hühnerfüßen vor sich hin, die erst mal etwas an Hexenküche erinnern. Man findet nicht mehr erkennbare Meeresgetiere auf Spieße gesteckt, die zur weiteren Unkenntlichkeit gegrillt werden. Die andere Variante, die man ebenso häufig antrifft, sind eher sehr trockene, unsoßige Gerichte, die oft auch gerne sehr meeresfrüchtehaltig oder auch fleischlastig sind, besonders beliebt: kleine ungefähr fingergroße Fische mit allem drum und dran. Es mag Ansichtssache sein, aber uns schienen die Gerichte oft nicht besonders appetitlich. Aber die Thais mögen sie und das ist ja die Hauptsache. Immerhin befinden wir uns in Thailand.

Und dann hört man ja immer diese Gerüchte vom Insektenessen. Und ja, nach einer kurzen Begegnung auf der Khao San Road in Bangkok, eher noch als Touristenattraktion, finden wir sie dann auch auf den Märkten in Nordthailand. Anstatt einer Tüte Popcorn holt man sich hier gerne mal ein paar geröstete Heimchen oder Bambuswürmer zum knabbern. Wir konnten bei aller Neugier dennoch widerstehen.


 

Eine Kuriosität „Pinke Eier“. Man findet sie überall. Was hat es mit denen auf sich? Um das zu klären kaufe ich eins und öffne es. Schon beim Anschlagen der Schale kommt mir zuerst ein Ammoniakgeruch in die Nase und dann eine außergewöhnlich heftig nach faulen Eiern riechende Wolke. Das Eiweiß ist eher ein Eischwarz und hat sich gelartig verglibbert. Das Eigelb ist ebenfalls schwarz. Auch unter dem Namen 1000jährige Eier bekannt, erfreuen sich die pinken Wundertüten großer Beliebtheit bei den Thais, gebraten mit Thaibasilikum oder auch zum Frühstück mit Porridge. Ich krieg das Teil auf jeden Fall nicht runter.
Um das so hinzubekommen, werden die Eier in einer bestimmten Flüssigkeit fermentiert. Früher war das wohl simple Pferdepisse. Dem Geruch nach zu urteilen: STIMMT.

Immer gute Blutwerte:

Keine Sorgen wegen des Cholesteringehaltes. 10 Frühstückseier sollten hier kein Problem sein, da muss man keinem Arzt was erklären.


Weltrekord?

Für die einen vielleicht etwas fies, für die anderen das kleinste Spiegelei der Welt.


PadThai:

Es gibt keine Speisekarte ohne.


Bambus:

Nicht zu verwechsweln mit jungen Bambusschösslingen. Bisschen was zum Knabbern.



Fisch:

Ne auch keine Makrelen



All you can eat:

Für alle, die nicht genug bekommen können